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Implantologie

 

Das Einsetzen von zahnärztlichen Implantaten in den Kiefer, also das Einbringen künstlicher Zahnwurzeln in den Kieferknochen, ist ein seit Jahrzehnten weiterentwickeltes und heute standardisiertes Verfahren. Die folgenden Informationen sollen Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten der Implantologie geben. Jeder Fall muss einzeln analysiert und mit Ihnen ausführlich besprochen werden.
 

a. Wer kann Implantate bekommen? In welchem Alter kann implantiert werden?

Mit Ausnahme schwerer Allgemeinerkrankungen gibt es kaum Gegenanzeigen zur Implantation. Erhöhte Blutzuckerwerte und die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten stellen keine Gegenanzeige für die Implantation dar.
Sie erfordern nur zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen, um den Erfolg der Behandlung zu sichern.

Bei Jugendlichen sollte der Abschluss des Wachstums abgewartet werden, bis künstliche Zahnwurzeln eingesetzt werden. Der Ort des Zahnverlustes oder der Nichtanlage, die bei Kindern die häufigste Ursache für die Implantation darstellen, legen den genauen Zeitpunkt der Implantation fest. So muss in der Oberkieferfront am längsten bis zur Implantation gewartet werden.

Nach oben gibt es keine Altersgrenze für die Implantatoperation. Wenn der Allgemeinzustand es zulässt, kann bis ins hohe Alter implantiert werden. Die Erfolgschancen für das Einheilen der künstlichen Zahnwurzeln verschlechtern sich dadurch nicht.


 

b. Zur Methode - Was passiert bei der Implantation?

Wir verwenden ausschließlich über Jahrzehnte entwickelte und bewährte Implantatsysteme, die sich besonders durch die gute wissenschaftliche Dokumentation auszeichnen.
Die Implantatsysteme unterscheiden sich in den prothetischen Möglichkeiten, die Ihr Zahnarzt für die weitere Versorgung hat. In Absprache mit Ihnen und Ihrem Zahnarzt wählen wir das für Sie passende System aus.

In allen Fällen bestehen die Implantate aus reinem Titan, das sich durch eine sehr gute Gewebeverträglichkeit auszeichnet. Der Knochen wächst an die Titanoberfläche heran und "verklebt" das Implantat mit dem Knochen.
Dieser Vorgang dauert einige Zeit und richtet sich nach der Lokalisation der Implantation, er dauert im Oberkiefer länger als im Unterkiefer.
 
 
 

Die in unserer Praxis verwendeten Implantatsysteme

           
 

 

Durch Veränderungen der Oberflächenstruktur konnten die Materialeigenschaften weiter verbessert werden. Wir haben alle Implantatsysteme auf die neueste und beste Oberflächentechnologie umgestellt. Dadurch können Implantatverluste weiter reduziert werden. Die Verlustrate liegt in unseren Praxen in der langjährigen Statistik bei 3,2 %.

Die derzeit in der Presse beworbenen "weißen" Zirkonimplantate können noch nicht auf die langjährige Erfahrung der Titanimplantate zurückblicken. Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen haben, sprechen Sie uns bitte an.

 
 

c. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um künstliche Zahnwurzeln einsetzen zu können?

Vor der Implantation sollte Ihr übriges Gebiss saniert, Zahnfleischentzündungen abgeheilt sein und ein Gesamtkonzept für die weitere Versorgung des Gebisses vorliegen.

Um die Implantate gut verankern zu können, ist ein ausreichendes Knochenvolumen und eine ausreichende Knochenqualität notwendig. Eine Panoramaröntgenaufnahme bei der Erstuntersuchung klärt die Situation.

Durch weiterführende dreidimensionale Röntgenuntersuchungen kann die Implantatstellung sehr genau geplant werden. Damit wird das operative Trauma minimiert, da die Schnitte weiter verkürzt werden können.
Gerade bei knappen Knochenangebot können mit der digitalen Volumentomographie (DVT) - bei reduzierter Strahlenbelastung im Vergleich zum Computertomogramm - wichtige Strukturen wie der Unterlippennerv genau lokalisiert werden.
Diese Aufnahmen ermöglichen die dreidimensionale Planung des Implantates. Damit gelingt es häufig, selbst bei geringstem Knochenangebot künstliche Zahnwurzeln einzusetzen, ohne Knochen aufbauen zu müssen.

Sollte auch mit dieser Methode kein ausreichendes Knochenangebot gefunden werden, ist der Kieferaufbau erforderlich.

 

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d. Kieferaufbau - Womit kann Knochen aufgebaut werden?

Die modernen Methoden der Kieferrekonstruktion schaffen in beinahe allen Situationen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implantation.
Durch die Verwendung künstlich hergestellter Knochenersatzmaterialien lässt sich in der Regel ein zweiter operativer Eingriff zur Knochengewinnung vermeiden.

Je nach anatomischer Situation und Lokalisation ist der Eigenknochen in einzelnen Fällen doch erforderlich. Als Spendergebiete kommen Entnahmestellen hinter dem letzten Backenzahn in Ober- oder Unterkiefer in Frage.

Bei extrem ungünstigen Knochenverhältnissen muss immer noch auf den Beckenknochen zurückgegriffen werden. Aber auch hier wird die Erkrankungsdauer in den meisten Fällen nur auf eine Woche beschränkt sein.


 

e. Wie läuft die Implantation ab?

Die meisten Implantationen erfolgen in örtlicher Betäubung in der Praxis.
Sollten umfangreichere Maßnahmen notwendig oder der Patient/die Patientin besonders ängstlich sein, kann der Eingriff auch ambulant in Allgemeinnarkose durchgeführt werden.
(siehe  Tipps zur Vorbereitung einer Behandlung)

Für den Eingriff werden Sie steril abgedeckt. Nach ausreichender Betäubung wird mit genormten Bohrern an der geplanten Stelle ein Loch in den Knochen gebohrt und das Implantat eingedreht. Je nach Situation erfolgt eine gedeckte oder offene Einheilung. Es ist also möglich, dass die Schleimhaut das Implantat wieder vollständig bedeckt.
Nach der Einheilungszeit, die je nach Situation zwischen 6 Wochen und 4 Monaten variieren kann, erfolgt dann die Freilegung oder Belastung des Implantates.

Wenn bei der Implantation eine gute Stabilität der Pfeiler erreicht werden kann und eine ausreichende Zahl von Implantaten vorhanden ist, können die Implantate sofort bzw. innerhalb der nächsten Tage mit einem Provisorium versorgt werden. Diese Möglichkeit bleibt jedoch nur ausgewählten Fällen vorbehalten.
 


Provisorische Implantate

Für die Phase der Einheilung können Sie mit provisorischen Implantaten versorgt werden. Sie sind damit in jeder Phase der Behandlung mit einem fest sitzenden Zahnersatz versorgt. Diese provisorischen Implantate werden, wenn die endgültige Versorgung angefertigt wird, wieder entfernt.

Folgende Abbildungen zeigen eine Sofortversorgung des Oberkiefers nach der Zahnentfernung mit provisorischen Implantaten und einer festsitzenden Brücke.

   



f. Verhalten nach der Implantation


Sie erhalten von uns ein Rezept für Schmerzmittel. Eine antibiotische Behandlung ist in Einzelfällen notwendig.
Kühlen Sie während der ersten ein bis zwei Tage nach dem Eingriff mit Umschlägen oder Kühlbeutel (diese bekommen Sie von uns). Kühlen Sie für 20 Minuten und machen Sie dann wieder 20 Minuten Pause. Bis die Wirkung der örtlichen Betäubung abklingt, sollten Sie nicht essen oder trinken, damit Sie sich nicht beißen.
Für drei Tage sollten Sie nicht rauchen.
Wenn erste Schmerzen auftreten, sollten Sie rechtzeitig eine Schmerztablette einnehmen. Blutdruck hebende Medikamente oder Kaffee und Alkohol sollten Sie am ersten Tag meiden. Ihre Prothese oder anderen Zahnersatz können Sie meist sofort wieder einsetzen.
Lesen Sie dazu auch unsere Seite  Tipps für das Verhalten nach einer Implantatversorgung!


 

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g. Welche Erwartungen können Sie an den Erfolg der Implantation stellen?

Der problematischste Teil der Implantatversorgung ist die Phase der Einheilung. Hier gehen ca. 5 % der Implantate verloren, die wieder ersetzt werden können, was allerdings die Dauer der Behandlung verlängert. Zusätzliche Kosten fallen in der Regel nicht an.

Wenn die Implantate eingeheilt sind und fest sitzen, kann von einer Haltbarkeit über Jahrzehnte ausgegangen werden. Voraussetzung ist eine gute Pflege, die jedoch über das Maß einer sorgfältigen Zahnhygiene, wie sie auch für die eigenen Zähne empfohlen wird, nicht hinauszugehen hat. Ein regelmäßiges Entfernen der prothetischen Konstruktion durch den nachbetreuenden Zahnarzt ist nicht erforderlich.

Der Schwachpunkt bei der Implantation ist der Durchtritt des Implantats durch die Schleimhaut. Hier können sich Beläge anlagern und zu Entzündungen wie bei einem richtigen Zahn führen. Solche Beläge müssen regelmäßig durch eine professionelle Zahnreingung bei Ihrem Zahnarzt entfernt werden.

Garantie
Wir bieten Ihnen gegen Gebühr eine 10-jährige Implantatgarantie. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Informationsmaterial, das Ihnen unsere Mitarbeiterinnen im Rahmen der Implantatberatung aushändigen. Voraussetzung ist die regelmäßige professionelle Mundhygiene durch Ihren Zahnarzt und die damit verbundenen Kontrolluntersuchungen.


 

h. Komplikationen

Bei der Implantatoperation können, wenn auch selten, Komplikationen auftreten.
So kann es zu Nachblutungen kommen, die jedoch immer mit einfachen Maßnahmen gestillt werden können. Wie bei jeder Operation können Infektionen auftreten, die mit Antibiotika meist beherrscht werden und den Erfolg der Implantation selten beeinträchtigen.
Das Nichteinheilen der Implantate wurde bereits unter Punkt g. "Erfolgsaussichten" angesprochen.

Im Unterkieferseitenzahnbereich verläuft der Unterlippennerv. Selbst nach sorgfältigster Planung kann es zu Irritationen des Nervs kommen, die zu Gefühlsstörungen in der Unterlippe führen können. Ursache für solche Verletzungen sind meist anatomische Varianten des Nervverlaufs, die sich im Röntgenbild nicht erkennen lassen. Die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung ist jedoch statistisch geringer als bei einer Weisheitszahnentfernung.


 

i. Kosten

Vor der Implantation erhalten Sie von uns einen Kostenvoranschlag, den Sie, wenn Sie wollen, bei Ihrer Kasse einreichen können.
Die Kosten für ein Implantat liegen je nach Implantattyp und den notwendigen Teilen für die Suprakonstruktion bei ca. 800.- bis 1200.- Euro.
Die Verrechnung erfolgt immer direkt mit Ihnen, da es sich bei der Implantation nicht um eine Kassenleistung handelt. Von Ihrer Versicherung können Sie eventuell eine Kostenerstattung erhalten.

Jede Implantation erfolgt in enger Absprache mit Ihrem Zahnarzt, der die prothetische Versorgung anfertigt. Von ihm erhalten Sie dafür einen gesonderten Kostenvoranschlag.

 

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j. Beispiele

Die Einzelzahnversorgung

Wenn nur ein Zahn fehlt, ist das Einsetzen einer künstlichen Zahnwurzel dann sinnvoll, wenn die Nachbarzähne weitgehend kariesfrei sind und durch die Implantation verhindert werden kann, dass für die Verankerung einer Brücke gesunde Zahnsubstanz geopfert werden müsste.
Zwischen der Entfernung des Zahnes und der Implantation sollte ein Zeitraum von mindestens 6 Wochen liegen, um zu erreichen, dass alle entzündlichen Prozesse ausgeheilt sind.
Nur in Ausnahmefällen kann mit der Entfernung des Zahnes sofort die Implantation erfolgen.

Diese Abbildung zeigt die Versorgung einer Einzelzahnlücke im Unterkiefer:

 

Nach der Einheilzeit wird das Implantat freigelegt und mit einer Aufbauschraube die Schleimhaut an der Durchtrittstelle des Implantates geformt. Nach kurzer Zeit kann dann der Aufbau, der für die weitere Behandlung von Ihrem Zahnarzt vorbereitet wurde, eingesetzt werden. Die Aufbauten werden individuell hergestellt, um die Durchtrittsstelle des Implantates durch das Zahnfleisch an die Form des natürlichen Zahnes optimal anzupassen. Die Kronen oder Brücken werden von Ihrem Zahnarzt auf dem Stumpf mit Zement befestigt.
 


Versorgung eines Lückengebisses

Wenn mehrere Zähne oder die letzten Zähne einer Zahnreihe fehlen, kann durch die Implantation ein herausnehmbarer Zahnersatz vermieden werden.

In folgender Abbildung zeigen wir die Versorgung einer Schaltlücke im vorderen Oberkiefer mit vier Implantaten und Langzeitprovisorium:

 

 
 

Nicht jeder fehlende Zahn muss durch ein Implantat ersetzt werden. Implantate können als Brückenpfeiler dienen, so dass mit 2 Implantaten 3 mitunter sogar 4 Zähne über eine Brücke ersetzt werden können. Die genaue Anzahl richtet sich nach den anatomischen Gegebenheiten und dem Knochenangebot und damit nach der Länge der Implantate. Auch hier können die Implantate erst nach einer Einheilzeit belastet werden. Die anschließende prothetische Versorgung kann zementiert oder auch verschraubt werden. Das entsprechende Vorgehen wird mit Ihrem Zahnarzt abgestimmt, der die weitere prothetische Versorgung übernimmt
 


Der zahnlose Kiefer

Wenn keine Zähne mehr im Kiefer vorhanden sind, können die Implantate dazu dienen, eine vorhandene Prothese besser zu verankern oder wieder einen fest sitzenden Zahnersatz zu erreichen.
 

Im Unterkiefer ist die einfachste und preiswerteste Lösung, wenn in die vorhandene Prothese zwei Druckknöpfe eingesetzt werden, die auf je einem Implantat sitzen (siehe rechte Abbildung). Im Oberkiefer ist wegen der Kieferform diese Art der Versorgung nicht möglich. Hier sind 4 Implantate notwendig, die mit einem Steg verbunden sind.

 
 
 



Wenn sehr rasch eine bessere Stabilisierung erreicht werden soll, kann mit 4 Implantaten im Unterkiefer eine sofortige belastbare prothetische Versorgung erfolgen. Diese 4 Implantate werden ebenfalls mit einem Steg verbunden und stabilisieren sich damit gegenseitig (siehe folgende Abbildung).

 
 
 


Sollte eine festsitzende Lösung, also eine Brücke gewünscht werden, sind im Oberkiefer 6 - 8 und im Unterkiefer 6 Implantate notwendig (siehe folgende Abbildungen). In Ausnahmefällen kann die Zahl der Implantate reduziert werden.

In dieser Situation ist der prothetische Zahnersatz nur von den Implantaten getragen, d.h. es erfolgt keine Belastung der Schleimhaut oder ungünstige Belastung des Kieferknochens. Diese Versorgungen sind in der Regel sehr aufwändig und individuell sehr verschieden.

So erfolgt die Versorgung eines zahnlosen Oberkiefers mit einer herausnehmbaren Brücke auf sechs Implantaten:

   
   

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